ModiFrame

Kurzbeschreibung

Zunehmend halten mobile Computer wie Notebooks und Handheld-Rechner Einzug in unseren Alltag. In Zukunft werden diese Geräte wesentlich leistungsfähiger werden und durch mobile Netzwerke ständig mit anderen Geräten oder stationären Netzen verbunden sein. Die Entwicklung und Markteinführung eines mobilen Mehrwertdatendienstes ist aufgrund der Heterogenität mobiler Netze und Endgeräte sowie der spezifischen Merkmale solcher Dienste eine anspruchsvolle Aufgabe, so dass gerade für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) der entsprechende finanzielle und personelle Aufwand kaum tragbar ist. Dies ist einer der Gründe für den bis jetzt nur verhaltenen Erfolg mobiler Mehrwertdatendienste in Europa. Aus diesen Gründen ist es die Zielsetzung dieses Forschungsvorhabens, ein umfassendes Framework für mobile Dienste zu entwickeln und anhand von zwei Leitszenarien zu evaluieren. Das Framework soll verschiedene Komponenten zu einer kompletten Infrastruktur zusammenfassen und von den zugrunde liegenden Hardware- und Netzwerkschichten abstrahieren. Es ermöglicht somit die einfache und schnelle Bereitstellung beliebiger mobiler Dienste und ist damit ein Enabler für den Markteintritt von KMU ins Mobile Business.

Projektziele

Projekthomepage
www.modiframe.de
Projektkontakt
  Dr. Bernhard Kölmel

Unter dem Framework verstehen wir ein System, das über offene Schnittstellen die komplette technische Infrastruktur für die einfache Implementierung und den Betrieb eigener Anwendungen der Klasse „mobile Dienste“ bereitstellt. Mobile Dienste stellen in diesem Zusammenhang einen Sammelbegriff für alle Dienste und Anwendungen dar, die mit mobilen Geräten (Mobiltelefonen, Smartphones, PDAs, Tablett-PC, usw.) an einem oder mehreren beliebigen Orten über Funknetze genutzt werden können.

  • Kombination von Einzelkomponenten zu einem kompletten funktionierenden Gesamt-Framework für mobile Dienste, welches alle notwendigen Basisfunktionen umfasst
  • Gewinnung konkreter Erfahrungen über die Wiederverwendbarkeit von Softwareschnittellen und komponenten aus leitungsgebundenen Diensten für die Entwicklung mobiler Mehrwertdatendienste über Funknetze. (-> Konvergenz)
  • Bereitstellung offener, KMU-gerechter Schnittstellen, die von den verwendeten Netzwerkprotokollen und der Hardwareausstattung abstrahieren
  • Entwicklung einer erfolgreichen Vorgehensweise zur Anbindung mobiler Dienste

Nutzen des Projektes

Da es bisher noch keine technisch umfassende Lösung gibt, die speziell auf die Bedürfnisse von KMU bei der Entwicklung, dem Test und dem Betrieb mobiler Mehrwertdatendienste unterstützt, soll ModiFrame folgende Nutzen ermöglichen:

  • Weiterentwicklung, Bereitstellung und Betrieb des Frameworks v.a. für KMU zum Angebot mobiler Dienste ohne spezifische eigene Infrastruktur.
  • Erweiterung und Testen von Anwendungen potenzieller Anbieter und Entwickler auf dem Framework durch die kostenlose Bereitstellung der offenen, dokumentierten Schnittstellen und der MODIFRAME-Webservices für mobile Dienste (Mehrwertdienste).
  • Fertigung eines Frameworks, das von Unternehmen als Produkt gekauft und als Angebotsplattform für mobile Dienste betrieben werden kann.
  • Wissenstransfer zu und Netzwerkbildung mit KMU. Dazu müssen die Forschungsergebnisse vor allem von den möglichen Käufern, den Führungskräften im Mittelstand, leicht verstanden werden. Das heißt, sie müssen erkennen, worin ihr Nutzen für das eigene Unternehmen und dessen Kunden liegt.
  • Einarbeitung wissenschaftlicher Erkenntnisse des Forschungsvorhabens in Lehre, Forschung und Ausbildung sowie in die wissenschaftliche Fortbildung.

ModiFrame wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) im Rahmen der Forschungsoffensive Software-Engineering 2006.

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