ModiFrame
Kurzbeschreibung
Zunehmend halten mobile Computer wie Notebooks und Handheld-Rechner Einzug in unseren Alltag. In Zukunft werden
diese Geräte wesentlich leistungsfähiger werden und durch mobile Netzwerke ständig mit anderen Geräten oder stationären
Netzen verbunden sein. Die Entwicklung und Markteinführung eines mobilen Mehrwertdatendienstes ist aufgrund der
Heterogenität mobiler Netze und Endgeräte sowie der spezifischen Merkmale solcher Dienste eine anspruchsvolle Aufgabe,
so dass gerade für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) der entsprechende finanzielle und personelle Aufwand
kaum tragbar ist. Dies ist einer der Gründe für den bis jetzt nur verhaltenen Erfolg mobiler Mehrwertdatendienste in Europa.
Aus diesen Gründen ist es die Zielsetzung dieses Forschungsvorhabens, ein umfassendes Framework für mobile Dienste zu
entwickeln und anhand von zwei Leitszenarien zu evaluieren. Das Framework soll verschiedene Komponenten zu einer
kompletten Infrastruktur zusammenfassen und von den zugrunde liegenden Hardware- und Netzwerkschichten abstrahieren.
Es ermöglicht somit die einfache und schnelle Bereitstellung beliebiger mobiler Dienste und ist damit ein Enabler für
den Markteintritt von KMU ins Mobile Business.
Projektziele
Unter dem Framework verstehen wir ein System, das über offene Schnittstellen die komplette technische Infrastruktur
für die einfache Implementierung und den Betrieb eigener Anwendungen der Klasse „mobile Dienste“ bereitstellt. Mobile
Dienste stellen in diesem Zusammenhang einen Sammelbegriff für alle Dienste und Anwendungen dar, die mit mobilen Geräten
(Mobiltelefonen, Smartphones, PDAs, Tablett-PC, usw.) an einem oder mehreren beliebigen Orten über Funknetze genutzt werden
können.

- Kombination von Einzelkomponenten zu einem kompletten funktionierenden Gesamt-Framework für mobile Dienste,
welches alle notwendigen Basisfunktionen umfasst
- Gewinnung konkreter Erfahrungen über die Wiederverwendbarkeit von Softwareschnittellen und komponenten aus
leitungsgebundenen Diensten für die Entwicklung mobiler Mehrwertdatendienste über Funknetze. (-> Konvergenz)
- Bereitstellung offener, KMU-gerechter Schnittstellen, die von den verwendeten Netzwerkprotokollen und der
Hardwareausstattung abstrahieren
- Entwicklung einer erfolgreichen Vorgehensweise zur Anbindung mobiler Dienste
Nutzen des Projektes
Da es bisher noch keine technisch umfassende Lösung gibt, die speziell auf die Bedürfnisse von KMU bei der Entwicklung,
dem Test und dem Betrieb mobiler Mehrwertdatendienste unterstützt, soll ModiFrame folgende Nutzen ermöglichen:
- Weiterentwicklung, Bereitstellung und Betrieb des Frameworks v.a. für KMU zum Angebot mobiler Dienste ohne
spezifische eigene Infrastruktur.
- Erweiterung und Testen von Anwendungen potenzieller Anbieter und Entwickler auf dem Framework durch die
kostenlose Bereitstellung der offenen, dokumentierten Schnittstellen und der MODIFRAME-Webservices für mobile Dienste
(Mehrwertdienste).
- Fertigung eines Frameworks, das von Unternehmen als Produkt gekauft und als Angebotsplattform für mobile Dienste
betrieben werden kann.
- Wissenstransfer zu und Netzwerkbildung mit KMU. Dazu müssen die Forschungsergebnisse vor allem von den möglichen
Käufern, den Führungskräften im Mittelstand, leicht verstanden werden. Das heißt, sie müssen erkennen, worin ihr
Nutzen für das eigene Unternehmen und dessen Kunden liegt.
- Einarbeitung wissenschaftlicher Erkenntnisse des Forschungsvorhabens in Lehre, Forschung und Ausbildung sowie
in die wissenschaftliche Fortbildung.
ModiFrame wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) im Rahmen der
Forschungsoffensive Software-Engineering 2006.
Impressum
Sitemap
© CAS Software AG
|