Bisherige Ausstellungen

Ausstellung Ursula Jörns "Erfahrungen" 

ab 6.2.1998

Die Reihe von Ausstellungen zur Förderung Karlsruher Künstler wird ab dem Februar 1998 mit Malerei von Ursula Jörns fortgesetzt. Besuchen Sie uns!

CAS Software AG

Bisherige Ausstellungen

Ursula Jörns, 

geb. 1945 in Wolfenbüttel Niedersachsen

1970 - 75 Ausbildung bei Prof. A. Ziegler, FH Mannheim

seit 1969 Wohnsitz in Karlsruhe

Ausstellungen (Auswahl)

seit 1977 Ausstellungen in Süddeutschland, Schweiz, Mexico, USA

1992 Konzernausstellung Höfler Corp., New Jersey

1992 Kunstverein Karlsruhe, Gemeinschafts-Ausstellung

1993 Galerie Müller / Abbot, Wiesbaden

1994 Kunstverein Karlsruhe, Gemeinschafts-Ausstellung

1995 Bücherschiff - Buch und Kunst

1996 SSC Zentrum Karlsruhe

1997 Kulturforum Airport Stuttgart

Ausstellung "Erfahrungen"

Dr. Monika Weber zu den Werken von Ursula Jörns

Ursula Jörns begann bereits als junge Frau mit der Malerei. Ihre spätere Ausbildung erhielt sie unter anderem bei Frau Prof. Annette Ziegler aus Mannheim. Ursula Jörns selbst sagt von sich, daß ein Leben ohne Malerei für sie nicht vorstellbar wäre. Entsprechend produktiv ist sie in den ganzen Jahren gewesen. Dies dokumentiert sich auch in fast jährlicher Präsenz in Ausstellungen in Deutschland, USA und Mexiko.

Über viele Lebensjahre sind Menschen unterschiedlichsten, alltäglichen Einflüssen ausgesetzt, die auch das Empfinden und das Sehen prägen. In den Arbeiten der Malerin Ursula Jörns spiegelt sich über ihre Schaffenszeit deutlich ein Wandel angewandter Techniken und Themen wieder, ein Wechsel in Formaten und Farben.

Man findet in den frühen Arbeiten oft zarte Bilder ausgeführt, als Radierungen, Zeichnungen und Aquarelle, impressionistische Landschaftbilder neben Druckarbeiten aus Holzschnitten und Lithographien sowie Pastellzeichnungen alltäglicher Objekte - teilweise von akribischer Exaktheit, teilweise in schwungvollen, ineinander fließenden Farben. Manches wirkt fast zurückhaltend, suchend im Vergleich zu den späteren Bildern. Die Farben werden jetzt zunehmend kräftiger, die Formen selbstbewußter, die Bildgestaltung ist oft abstrahierend und gleichzeitig ausdrucksstark. Erste Großformate entstehen.

Ursula Jörns ist viel gereist - hat neugierige und manchmal auch mutige Ausflüge in ferne Länder unternommen. In den letzten Jahren hat sie dem zufolge immer häufiger Einflüsse fremder Kulturen in ihren Bildern verarbeitet. So läßt sie in ihren Exponaten die typischen Zeichen und Symbolen, Formen und charakteristische Elemente der entsprechenden Kulturen einfließen. Phantasie und Realität, Erinnerungen und Verarbeitungen drücken sich in vielen hier gezeigten Bildern aus. Ursula Jörns tut sich dabei keinen Zwang an. Spontan und mit teilweise spielerischer Lust beschreibt sie das, was sie gesehen und erfahren hat, manches davon wirkt fast mystisch überlagert.

Scheinbar fremd und von anderer Hand sind viele zeitgleich entstandene Kleinformate die wie Spielereinen wie zufällig - so nebenher - gemalte Konzentrationsübungen wirken, so, als nehme sie Anlauf, bevor wieder eine Erinnerung kraftvoll und doch sensibel verarbeitet wird.

 Es entspricht ihrem Naturell, ihrer Begeisterungsfähigkeit, Aufgeschlossenheit und Lebenslust Stimmungen zu erspüren, Eindrücke zu speichern und sie dann temperamentvoll und intensiv auf die Leinwand zu bringen.

Wir können hier Bilder betrachten, die in Zeiten des Internet einen Kontrast darstellen zu Hightech und Videokunst, die uns handwerkliches Können und, im eigentlichen Wortsinn phantastische Kompositionen zeigen.

Ich denke, wir sollten uns nun von diesen Bildern beeindrucken und vielleicht auch ein bißchen irritieren lassen.

Dr. Monika Weber

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