Ausstellung Theo Greiner
25.7. bis 24.10.1997
Im Sommer 97 wird nun die Serie von
Ausstellungen zur Förderung Karlsruher Künstler mit dem Maler und Zeichner
Theo Greiner fortgesetzt. Seine Werke schmücken diesen Sommer das
Gebäude der
CAS Software AG.
Was malt er? Sinnliches, Philosophisches, ... -
CAS Software AG
Bisherige Ausstellungen
Theo Greiner - zu meiner Arbeit
Meine Malerei kreist um ein ambivalentes Lebensgefühl.
Die Freude an sinnlich erfahrbaren Dingen, am Leben und Dasein trifft in meinen Bildern
auf die Angst vor Vergänglichkeit, Tod und dem Nichts.
Die Spannung und Widersprüchlichkeit, die aus diesem
Gefühl resultiert, kann und soll in meinen Bildern jedoch nicht (auf-)
"gelöst" werden, sie ist in den Bildern im zweifachen Wortsinn
"aufgehoben". Malerei ist Fragen und Antworten in Einem; sie liefert keine
Antworten im Sinne einer Lösung auf rein gedankliche Fragen.
In meinen Bildern findet sich Sinnliches und
gedanklich-Abstraktes, Einmaliges und Allgemeines, Lichtes und Dunkles. Sie leben aus der
Farbe und dem Atmosphärischen zwischen den Dingen und bleiben doch in der Ordnung
konzentrierter Formen. Naturdinge, Assoziationen und Erinnerungen sind in ihnen verwoben.
Erinnerung meint nicht die bloße Merkfähigkeit, nostalgisch-sentimentale Denkmalspflege
oder den Versuch, Vergangenes wiederzubeleben.
Die Erinnerung (griechisch Mnemosyne) war in der Antike
bei den Griechen die Mutter aller Musen und versinnbildlichte die heute mehr denn
je lebensnotwendige, sinnlich-geistige Fähigkeit, aus einer Vielzahl von Erlebtem
Wesentliches (das "Merk-würdige") zu erkennen, es (wieder) neu zu erleben, zu
gestalten und einen Grund zu schaffen, vor dem Gegenwart überhaupt erst entstehen kann.
Bilder (oder Geschichten) sind von Malern (oder Dichtern) gestaltete Erinnerungen, die die
Ängste, Träume und Hoffnungen aller Menschen bergen. Wer sie nicht kennt und achtet,
kennt seine Kultur und sich selbst nicht.
Meine Bilder sind keine "Abbilder" der
Wirklichkeit. Sie sind keine Dokumentation, Analyse oder Illustration. Meine Bilder
erfinden nichts, sie münden allenfalls in eine andere, bildhafte Wirklichkeit.
Sie sind keine Malerei über Malerei, auch wenn sie in
langer ikonographischer Tradition stehen und Kunst selbstverständlich immer auch aus
vorangegangener Kunst entsteht. Meine Bilder sind aus der Erinnerung (Mnemosyne)
geschöpfte Erfahrungen und Eindrücke, die im Malprozess mittels der Einbildungskraft
(Imagination) und poetischer Assoziationen "eingebildet" werden.
Lebenslauf
12.10.59 geboren in Karlsruhe
1981 - 87 Studium der Malerei an der Kunstakademie Karlsruhe bei Prof. Markus
Lüpertz Meisterschüler Studium der Kunstgeschichte und Germanistik
1982 Studienaufenthalt in Japan
1984/85 Studienaufenthalt in Italien
Einzelausstellungen (Auswahl)
1987 Kunsthandlung/Galerie C. Kaupa, Karlsruhe (Katalog)
1988 Städtisches Klinikum Karlsruhe
1992 Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg
1993 Galerie V7, Lampertheim; Galerie "Hauptsache Kunst", Karlsruhe
1994 Berufsgenossenschaft der Chemischen Industrie, Maikammer;
Orgelfabrik Karlsruhe-Durlach
1995 Kunstverein Leimen, Kurpfalz Centrum; Kunsthaus Museum Heylshof, Worms
1996 Kunstverein Rastatt, Pagodenburg
Gruppenausstellungen (Auswahl)
1986 8. Kunstförderpreis der Sparkasse Esslingen
1987 Kunstförderpreis Galerie Alpirsbach
1989 11. Kunstförderpreis der Sparkasse Esslingen; "Neue Wege", Kunstförderpreis der Sparkasse Karlsruhe
1990 "Momentaufnahme", Badischer Kunstverein, Karlsruhe
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Kontakt
Theo Greiner, Kaiserallee 64
76185 Karlsruhe,
Tel.: 0721 / 55 83 12
E-Mail: salli@ilk.de |
1991 Städtisches Klinikum Karlsruhe
1992 "Vom Tod", Galerie "Hauptsache Kunst", Karlsruhe
1995Preisträger des Kunstförderpreises der Sparkasse Karlsruhe, "Figur
und Zeichen"
1996 Durlacher Vernissage
"Keine Erklärung mit Worten kann je die SCHAU ersetzen.
Die Einheit des Wesens ist nicht durch Worte übertragbar.
Ich verstehe, daß nicht von dem, was den Menschen selbst
angeht, sich zählen oder messen läßt.
Vielleicht werde ich über das, was ich dann sehe, nichts zu
sagen haben.
Erkennen heißt nicht zerlegen, auch nicht erklären.
Es heißt Zugang zur SCHAU finden.
Aber um zu schauen, muß man erst teilnehmen.
Das ist eine harte Lehre. ..."
Antoine de Saint-Exupéry
(1900 - 1944)
" ... es gibt indes wenig Menschen,
die eine Phantasie für die
Wahrheit des Realen haben. ..."
J. W. Goethe an Eckermann
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